Das Tannheimer Tal bietet mit einem gut ausgebauten Radwegenetz Touren für alle Schwierigkeitsgrade. Über den ausgeschilderten Radwanderweg kann das ganze Tal erkundet werden.

Von unserem Ausgangspunkt Haldensee führt eine einfache Tour zum Einrollen Richtung Tannheim bis nach Schattwald.

In Tannheim ist ein Abstecher zum Vilsalpsee zu empfehlen.

Über den Tannheimer-Tal Radweg geht es über Schattwald vorbei am Vilsstausee bis nach Unterjoch. In Unterjoch hat man die Wahl den Weg talwärts oder über eine zunächst steile Bergstrecke in Richtung Älpele Alm bergwärts zu nehmen. Wir haben uns für die Alternative über den Berg entschieden, was im Nachhinein aber nicht zu empfehlen ist, weil auf der ca. 2 km langen Bergstrecke mindestens 3 Absperrungen zu überwinden sind und auch sonst der Untergrund nicht spassfördernd ist.
 
Der Rückweg führt auf dem Radweg parallel zur Bundesstraße bis zur Passhöhe Oberjoch, von wo aus es wieder zurück ins Tannheimer Tal zum Ausgangspunkt geht. Die Tour ist ca. 40 km lang. Zum Abschluss ist eine Einkehr im Gasthaus "Drei Tannen" in Tannheim anzuraten. Hier gibt es Original Budweiser Bier.

Eine sehr schöne Tour führt auch von Haldensee über Grän zunächst parallel zur Bundesstraße Richtung Pfronten. Im Ortsteil Ried immer links halten Richtung Vilstal. Durch das landschaftlich sehr schöne Tal entlang der Vils führt der Weg zunächst sanft ansteigend Richtung Schattwald zurück. Auf den letzten Kilometern wird es steiler. Über eine extra ausgeschilderte Mountain-Bike Route vorbei am Vilstalstausee wird Schattwald erreicht, von wo aus es wieder zum Ausgangspunkt zurückgeht.

Rauth-Meraner Steig-Krinnenalpe

Im September 2011 habe ich mir mal diese Tour vorgenommen, da seit kurzem der Meraner Steig auch mit dem Bike befahrbar ist. Bisher musste man sein Rad schieben oder besser noch tragen.
Von unserer Unterkunft dem Moser Hof in Berg führt der Weg zunächst ganz konventionell über den Tannheimer Tal Radweg über Grän und vorbei am Haldensee in Richtung Nesselwängle. Kurz vor Nesselwängle wurde ich in meinem Tatendrang gebremst, als ich mich plötzlich inmitten einer grösseren Kuhherde wiederfand, die sich auf dem Radweg breitgemacht hatte. Da mich die Rindviecher scheinbar als "Ihresgleichen" akzeptierten, ging es dann doch relativ zügig weiter. 
Nach ca. 12 Kilometern wird Rauth über eine Asphaltstrasse erreicht. Jetzt geht es ganz einfach immer der Nase nach durch Rauth bis sich der Weg verschmälert und in einen Schotterweg übergeht. Von hier aus ist Kurbeln im kleinen Gang angesagt, bis nach ca. 400 Höhenmetern die Rauther Alpe erreicht wird.
Nach einigen weiteren Kehren windet sich der Weg jetzt neu und wunderbar am Hang entlang angelegt in Richtung Krinnenalpe und der Bergstation des Liftes. Aber auch hier geht es doch öfters nochmal knackig bergan, aber schliesslich taucht dann doch die Krinnenalpe vor mir auf.

Noch einmal die Kleidung auf Regentauglichkeit gewechselt geht es jetzt nur noch bergab in Richtung Nesselwängle und Haldensee.

Nach insgesamt ca. 35 Kilometern gehts dann im Bogner Hof in Tannheim zu Auftanken.

Zugspitzblick

Eine knackige Tour führt auf den Gasthof Zugspitzblick bei Zöblen. Startend vom Hotel Tyrol in Haldensee geht es zunächst durch die Talwiesen über Grän immer den Radweg-Schildern folgend Tannheim links liegen lassend bis nach Zöblen.

Am Ortsausgang von Zöblen führt der Asphaltweg dann rasch ansteigend bis hinauf zum auf ca. 1300 Metern gelegenen Gasthof Zugspitzblick, wo eine kurze Rast angesagt ist.

Danach geht es hinter dem Gasthof auf Schotter und Waldwegen weiter immer leicht ansteigend bis nach ca. 2 Kilometern eine ausgeschilderte Kreuzung auftaucht, die den Weg wieder hinab ins Tal nach Schattwald anzeigt.

Über den Radweg geht es wieder über Tannheim zurück nach Haldensee.

Strindenalm

Diese Tour führt vom ca. 1100 Meter hoch gelegenen Haldensee hinaus zur Strindenalm auf ca. 1800 Metern. Da es ziemlich direkt hinter Haldensee auf dem ausgeschilderten Weg stracks bergauf geht, ist es zu empfehlen, sich vorher doch etwas im Tal warm zu fahren.

Dem Radweg-Schild Richtung Nesselwängle, rechts am Haldensee vorbei, folgend geht es nach ca. 500 Metern gleich zur Sache. Am Anfang sollte man bereits in relativ kleinen Gängen fahren, da es während der nächsten Stunde kaum ebener wird. Lediglich nach Erreichen der Edenalpe nach ca. 3 Kilometern, bietet sich die Gelegenheit zu verschnaufen.

Danach wirds richtig knackig, da das Gelände steiniger wird. Es zieht sich ca. weitere 3 Kilometer den Berg hinauf, bis dann endlich rechts die Strindenalm auftaucht. Wer die Faxen bis dahin noch nicht dicke hat, kann noch weiter bis zum Neunerköpfle-Kamm hochfahren, das habe ich mir allerdings erspart und mich stattdessen in die Abfahrt gestürzt. Achtung: Die Bremsen sollten funktionieren. Bei mir hats gerade noch bis runter gereicht, dann hat sich meine Disk-Brake vorne verabschiedet.

Dies sind nur einige von vielen Touren, die das Tanheimer Tal zu bieten hat. Zu empfehlen als Orientierungsmaterial ist die Radkarte "Tannheimer Tal", die es überall für ein paar Euro zu kaufen gibt.

Stuibenalpe

Von unserem Ausgangspunkt im Hotel Moserhof geht  es gemächlich über den Radweg Tannheimer Tal bis nach Zöblen, wo es kurz nach der Talstation des Liftes links in Richtung Ortsmitte geht.

Von hier aus geht es dann recht stramm bergauf zuerst noch asphaltiert danach auf recht grobem Geröll. Nach ca. 45 Minuten anstrengendem Aufwärtsstrampeln erreicht man dann die Stuibenalpe.

Abwärts kann man dann den Weg nach Schattwald nehmen, der komplett asphaltiert nach ca. 5 Kilometern in Schattwald endet.

Insgesamt legt man zwar nur ca. 15 Kilometer zurück, doch merkt man die ca. 400 Höhenmeter doch in den Beinen.

Ein ganz heisser -Tipp: Die Tour einfach umgekehrt angehen, denn die Asphaltstrasse hoch ist natürlich komfortabler zu bewältigen.

Hier ein kleines Video aus dem Jahre 2009!