Ein Bild aus besseren Tagen, die auch bald wieder kommen werden54 Jahre durfte ich gesundheitlich ein fast beschwerdefreies Leben führen, was natürlich auch Voraussetzung war, die hier vorgestellten Touren mit dem Fahrrad überhaupt durchführen zu können. Doch dann hat es mich mal richtig erwischt. Natürlich gibt es schlimmere Krankheiten, die auch tödlich enden können, deshalb muss man das folgende auch relativieren, doch hat es mich inzwischen fast 2 Jahre gekostet, und erst Dezember 2018 ist immerhin eine spürbare Besserung eingetreten.

Auf die Vorgeschichte und eventuelle Gründe weshalb und warum das ganze Dilemma entstanden ist, möchte ich verzichten, da die möglichen Gründe vielfältig sind von den klassischen Haltungsschäden bis zu Überanstrengung. Begonnen hat es ca. Ende November 2016 als sich zunächst Probleme beim Laufen ergaben schnell aber dann ein dumpfer Schmerz in der rechten Poseite einstellte.

  1. Entzündung ISG

    Der geschilderte dumpfe Schmerz lies mich nachts nicht zur Ruhe kommen weder in Rückenlage nach in jeder anderen denkbaren Lage war an Schlafen zu denken. Dazu kam, dass sich der Schmerz sehr schnell verschlimmerte. Am 22.12.2016 habe ich mich dann entschlossen, stationär im KH Landstuhl nach der Ursache forschen zu lassen. Dies lies sich zunächst sehr gut an, da nach MRT ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert wurde. Diesem wurde durch Anspritzen der Nervenenden zu Leibe gerückt. Leider ohne jeden Erfolg, am Schmerz änderte sich leider gar nichts, sodass ich über Weihnachten mit Opiaten nach Hause entlassen wurde. Wie sich heute herausgestellt hat, bin ich diese Schmerzhämmer mit einer kurzen Unterbrechung erst ca. 1 Jahr später wieder los geworden. Zwischen den Jahren ging dann gar nichts mehr, auch die Opiate zeigten kaum noch Wirkung, sodass ich über den Jahreswechsel wieder im Krankenhaus landete. Nach einigen untauglichen Versuchen wurde dann doch eine Entzündung in der Kreuz-Darmbein-Fuge attestiert, die schließlich nach drei Einspritzungen unter Röntgen ziemlich ausgemerzt werden konnte. Am 12.01.2017 wurde ich dann als geheilt entlassen.

  2. Nerven ISG

    Für ungefähr eine Woche hatte ich Ruhe, d.h. Erträgliche Schmerzen, die unter weiterer Einnahme der Opiate immer weniger wurden, sodass ich die Schmerzmittel versucht habe auszusetzen.
    Tatsächlich ging dies unter einigen Entzugserscheinungen für ca. eine Woche gut bis ich auf einmal in der rechten Pobacke entsetzliche Nervenschmerzen bekam, die auch bis ins rechte Bein ausstrahlten. Wieder ging es in die orthopädische Ambulanz nach Landstuhl zu Dr. Hauck. Opiate halfen hier auch kaum noch. Die Schmerzen kamen wie sich herausstellte wieder aus dem ISG, wo scheinbar ein Nerv betroffen war. Nach drei Eigenblutinjektionen wieder unter Röntgen wurden die Schmerzen erträglich und schließlich betrachtete ich mich mal wieder als geheilt.

  3. Übersäuerung des Rückens

    Auch das war leider mal wieder eine Utopie, denn was jetzt kam war der langwierigste Teil des Ganzen. Wie sich bei meiner Heilpraktikerin herausstellte war mein kompletter Körper übersäuert vor allem durch die Medikamente, sodass sich überall Myogelosen gebildet hatten. Vor allem in den Pomuskeln hatten sich Ablagerungen gebildet, die mir kaum noch das Laufen ermöglichten. Immer wenn ich mich zur Ruhe legen wollte und eingeschlafen bin fuhr es mir wie aus heiterem Himmel sowohl in die Pobacken bis runter zu den Waden. Dieses Gefühl, dass alles 100 kg schwer ist, blieb dann auch einige Stunden erhalten. Hier hat mir schon meine Heilpraktikerin, siehe 5., geholfen mit der Ausleitung der Übersäuerung zu beginnen. Erste Myogelosen waren auch schon durch Schröpfen und manuell angegangen worden, was natürlich auch zu einigen Schmerzen beim Anlehnen führte. Eines Morgens dann bin ich auch noch umgekippt, weshalb ich mal wieder im Krankenhaus gelandet bin, wo nach einer Woche verschiedenster Tests leider nichts gefunden wurde und ich im gleichen Zustand wieder daheim war. Jetzt konnte ich nur noch auf die Hilfe meiner Heilpraktikerin hoffen, die mir aber schon gleich eine längere Leidenszeit für das Ausleiten in Aussicht stellte.

  4. Therapiesohlen

    Noch ein kleiner Exkurs: Um meinen Beckenschiefstand zu beseitigen hatte ich mich ab März 2017 für Therapiesohlen entschieden, die Muskelstränge mobilisieren, bzw. demobilisieren sollen, was auch anfangs scheinbar sehr gut funktionierte. Da dies allerdings in die Zeit fiel, wo ich durch die Übersäuerung die grössten Probleme hatte, ist mir das Vertrauen in den Erfolg der Sohlen abhanden gekommen und ich habe darauf verzichtet. Bei einem neuerlichen Vermessen wurde dann auch noch festgestellt, dass meine Statik mittels der Sohlen nicht mehr zu beeinflussen wäre, was natürlich auch den damals herrschenden Gesamtumständen geschuldet war. Evtl. werde ich, wenn alles bei mir wieder etwas stabiler ist, nochmal einen Versuch wagen, da bin ich mir aber noch nicht schlüssig.

  5. Ausleitung

    Erste Versuche das Lymphsystem wieder in Gang zu setzen und die Ausleitung der Übersäuerung zu starten, schlugen wegen der Übersäuerung des Darms fehl, sodass erst eine Umstellung auf basische Ernährung nach ca. 6 Wochen erste Erfolge brachte. Erst dann war mein Körper scheinbar in der Lage überhaupt zu reagieren. In fast täglichen Sitzungen wurde mein Rücken bearbeitet und die Myogelosen langsam abgebaut, was auch ca. 3 Monate in Anspruch nahm. In dieser Zeit wanderten die Schmerzen aus den Pobacken immer mehr nach oben in den Rücken und in die Schulter.

  6. Rückenschmerzen diverse

    In dieser Zeit habe ich dann auch erstmals wieder versucht mich sportlich zu betätigen zum einem auf dem Rad und dann habe ich mich auch im Fitness-Studio angemeldet. Erste Versuche des Muskelaufbaus an den Geräten schlugen fehl, weil meine Muskeln scheinbar noch gar nicht in der Lage waren zu reagieren, noch nicht einmal zu einem Muskelkater waren sie fähig. Trotzdem erwies sich die Anmeldung dort im Nachhinein als Glücksfall, weil ich dadurch an die Physioholistics Charlie und Daniel geriet, die mich bis heute mit einer auf mich abgestimmten Physiotherapie bei meinem Versuch Muskelaufbau und Mobilisierung der Wirbelsäule kompetent unterstüzen.

  7. Muskelaufbau mit Wirbelproblemen

    Das Wort, welches ich in der gesamten Zeit am häufigsten hören musste, war Geduld. Auch in der jetzigen Phase des Muskelaufbaus und der Mobilisierung der Wirbelsäule gibt es immer wieder noch Rückschläge, vor allem machten mir anfangs blockierte Wirbel des öfteren zu schaffen, die mir entweder meine Heilpraktikerin oder meine Physios wieder richteten.
    Hinzu kommen seit einiger Zeit Probleme mit meinem rechten Bein beginnend von der Wade bis manchmal Hoch in den Pobereich. Auch diverse Zerrungen an verschiedenen Muskelgruppen bedingt durch oft auch von mir übertriebenen Übungen pflastern meinen Weg zur Gesundung.

  8. Aktueller Zustand aktualisiert am 18.12.2017

    Mitte November 2017 möchte ich meinen Zustand wie folgt beschreiben:Die entsetzlichen Schmerzen der ersten Phasen sind inzwischen vergessen, noch bestehende bzw. auftauchende neue Schmerzen sind jetzt nachvollziehbar, meistens bedingt durch die Physiotherapie als einfachen Muskelkater aber auch mal durch eine Zerrung.
    Alleine die Tatsache, dass ich diese Doku am Computer schreiben kann, ist schon ein Meilenstein. Zwischzeitlich konnte ich wegen Schulterproblemen noch nicht mal die Maus bedienen.
    Auch meine Rückenprobleme halten sich jetzt in Grenzen, wobei auch noch erwähnt werden muss, dass ein Teil davon auch physische Ursachen hatten. In dieser Zeit ist sowohl mein Vater als auch mein Schwiegervater gestorben. Auch die Sorge um mein Geschäft, das ich ja kaum noch ausführen konnte, ist mir scheinbar im wahrsten Sinne ins Kreuz gefahren.Inzwischen bin ich wieder in der Lage fast ganz normal mein Leben zu führen, natürlich mit einigen Einschränkungen was das sportliche vor allem das Radfahren betrifft. Auch fühle ich mich nicht mehr so niedergeschlagen und schon alleine die Tatsache, dass ich inzwischen fast 6 Wochen ohne starke Schmerzmittel auskomme, macht mich ein wenig stolz. Trotzdem muss ich noch lernen mit immer wieder auftretenden Rückschlägen besser umzugehen.
    An dieser Stelle möchte ich vor allem auch meiner Frau danken, dass sie das ganze Elend mit mir so tapfer ertragen hat und mich in allem nach besten Kräften unterstützt hat. Inzwischen hat auch sie sich im Fitness-Studio angemeldet und wird ebenfalls von meinen Physios bestens bestreut. So hat tatsächlich alles Elend am Ende noch etwas Gutes für uns beide gebracht.

    Update 18.12.2017: Nach jetzt ca. 6 Wochen Physiotherapie und täglichen Dehnungs- und Stabilisierungsübungen sind meine Rückenschmerzen, bis auf den notwendigen Muskelkater und vereinzelten Muskelreaktionen, verschwunden. Auch in Richtung Hüfte und Schmerzen im rechten Bein hat sich alles komplett verändert. Ich kann fast fühlen, wie sich Sehnen und Muskeln da hoffentlich in die richtige Richtung dehnen. So bin ich natürlich sehr motiviert, mein tägliches Therapiepensum auch zukünftig weiter durchzuziehen. Ab Januar werde ich dann auch schon mal wieder aufs Rad steigen um mich auch in dieser Richtung wieder weiter zu entwickeln.

    Nachfolgend möchte ich noch die Internetadressen derer veröffentlichen, die mir in meiner Leidenszeit sehr kompetent geholfen haben:

    Naturheilpraxis Höschele in Niedermohr-Schrollbach

    Physioholistic Ramstein im FAB5

Update im Sommer 2018: Wie das Leben so spielt, immer wenn man denkt, es geht wieder bergauf, passiert dann doch noch etwas Unglaubliches. Nachdem ich bis ca. Ende März durch mein Training schon langsam wieder an einem guten Punkt war, habe ich mir eine Virus-Grippe A eingefangen. Anfangs hat sich diese auch normal entwickelt, d.h. ich dachte schon sie los zu sein. Doch dann der Rückschlag und von heute auf morgen sind mir Ende März/Anfang April 2018 Schmerzen in den Schulterbereich gefahren, die anfangs brennend waren.
Erste Untersuchungen konnten die Ursache nicht klären und es wurde auch nicht besser sondern immer schlechter. Blutuntersuchungen bei verschiedenen Ärzten konnten zumindest nur negative Rheumafaktoren nachweisen, was ja auch schon mal gut war. Auch ein Versuch einer Kortisoninfusion im Juni, um eine Polymyalgie nachweisen zu können, schlug Gott sei Dank fehl.

Nicht lachen: Der Frauenarzt meiner Frau, der 2006 auch schon die Idee der Hämochromatose bei mir hatte, die keiner seiner Internistenkollegen trotz hoher Leberwerte und hoher Transferrinwerte hatte, testete noch auf Borreliose und Epstein Barr und tatsächlich hat sich im Juli rausgestellt, dass ich ein aktiviertes Epstein-Barr Virus habe, das scheinbar für das ganze Übel für vieles was da mit mir passierte, verantwortlich ist. Leider scheint man hier ausser ausharren nichts machen zu können. Ich versuche wenigstens mein Muskelaufbautraining durchzuführen, allerdings ist dies aufgrund der Schmerzen nur eingeschränkt möglich.
Dazu hat sich noch mein Ischias gemeldet, diesen hoffe ich durch entsprechdende Rückenübungen und auch CT-gesteuerter Spritzen hoffentlich bald in den Griff zu kriegen. Den Rest werde ich aussitzen müssen, so schmerzhaft es auch manchmal ist. Anfang Juli versuche ich jetzt auch wenigstens mal von den Schmerzmitteln zu kommen, da hierbei scheinbar nichts richtig wirkt.

02.08.2018: Das einzige was sich etwas beruhigt hat, ist mein Ischias, der sich ob der anderen Leiden zurück hält. Jetzt hats mich so richtig gebeutelt, als ob jemand den Stecker gezogen hätte, wich alle Kraft aus meinen Muskeln und meine Frau musste mich mit Höllenschmerzen in die Notaufnahme des Landstuhler Krankenhauses bringen. Hier bin ich jetzt den 10. Tag und nach diversen Untersuchungen zeichnet sich ab, dass es sich um ein hormonelles Problem handelt, da ein sehr niedriger Cortisol-Spiegel festgestellt wurde. Dieser kommt z.B durch eine Schwäche der Nebennieerenrinde, die vielleicht ebenfalls wieder durch den oben erwähnten peristierenden Epstein-Barr Virus ausgelöst wurde. In drei Tagen werde ich nach Homburg in die Endokrinologie verlegt, wo dem Täter auf die Spur gegangen wird. Mit etwas Glück kann dies neben der Muskelschwäche auch für meine diffusen Schmerzen im oberen Rücken und Nackenbereich sein.

19.08.2018: Leider hat sich diese Spur auch nicht als ursächlich für meine Muskelschmerzen erwiesen. Aber immerhin kann ich sagen, dass es doch keine Probleme mit Hormonen, etc. gibt. Insofern wurde ich als aus endokrinologischer Sicht gesund nach Hause entlassen. In den drei Wochen Aufenthalt im Krankenhaus wurde ich natürlich wieder mit Opioiden vollgepumpt, zuletzt mit Targin, sodass ich natürlich wieder mit "drauf" bin.

Inzwischen wurden in verschiedensten Tests und Untersuchungen immerhin schlimme Krankheiten wie Polymyalgie, Rheuma, Hormonelle Erkrankungen, Polymyositis ausgeschlossen, was ja auch schon positiv zu bewerten ist.

23.08.2018: Ich werde jetzt auch keine weiteren Untersuchungen mehr durchführen lassen, sondern versuchen es auszuhalten und mit moderatem Muskelaufbau zu beginnen, hoffentlich unter erträglichen Schmerzen. Nachdem ich jetzt die vierte Einheit gaaaaanz leichter Muskelmobilisation hinter mir habe, merke ich schon, dass ich fast 2 Monate überhaupt nichts machen konnte ich fange quasi bei unter Null an, dementsprechend auch die Schmerzen. Aber irgendwie ist es gut für die Psyche, wenn ich überhaupt mal wieder etwas machen kann.

Ich komme immer mehr zur Erkenntnis, dass es immer noch Auswirkungen des Epstein Barr Virus sind und hoffe dass irgendwann alles so wieder aus meinen Muskeln rausfährt wie es Anfang April reingefahren ist. Also ist mal wieder Geduld angesagt. Ausserdem versuche ich jetzt die Schmerzmittel auszuschleichen, da man wirklich nicht weiss, ob diese sogar als Nebenwirkung die Muskelschmerzen mit sich bringen. Wenn man den Beipackzettel liest, könnte man auf die Idee kommen.

30.08.2018: Ich habe jetzt die erste Nacht ohne Opioide hinter mir und auch heute morgen die Einnahme einfach mal verweigert. Bisher scheints gut zu gehen.

01.09.2018: So einfach scheints dann doch nicht zu gehen, bin jetzt im dritten Tag ohne, merke alle Muskeln, auch die, die bisher Ruhe gegeben haben. Auch die Schmerzen im Schultergürtel und an den Oberarmen sind mehr oder weniger präsent. Muss mir auch eingestehen, dass ich eigentlich nicht nur den ca. dreiwöchigen Targinkonsum, sondern auch alles was davor noch war (Dolantin-Infusionen, Tilidin, Palexia, Lyrica) jetzt entziehe. Alle weiteren Entzugserscheinungen sind erträglich. Werde weiter berichten, hoffentlich bald mal mit positiven Nachrichten.

03.09.2018: Bin jetzt den fünften Tag "clean". Leider hatte ich mir das ganze doch etwas erträglicher und romantischer vorgestellt. Tag für Tag sind bisher die Muskelschmerzen heftiger geworden. Nicht nur im Schulterbereich, dort jetzt allerdings in x-ter Potenz zu vorher, auch sonst im Rücken und vor allem in den Armen.
Muss wohl so sein, wenn man das ganze als kalten Entzug macht. Ich hoffe inständig, dass alle Schmerzen tatsächlich auch auf den Entzug zurück gehen und am Ende nicht noch was anderes bleibt. An ein, wenn auch noch so kleines, Aufbauprogramm ist leider nicht zu denken.

07.09.2018: Hatte gestern mal versucht, einige Stabilisierungsübungen zu machen. Leider scheine ich das postwendend zu büssen. War heute beim Neurologen, um abklären zu lassen, dass es da nichts Auffälliges in Richtung Hirnnerven gibt. Auch das ist nach seiner Aussage alles in Ordnung. Mein Kopf wurde ja auch in den letzten 4 Wochen schon zweimal gescannt. Warte jetzt noch auf den Anruf wegen der letzten Tests in Homburg, vielleicht wird da ja noch was gefunden.

Hab mich heute mal auf mein Rennrad auf der Rolle gesetzt und gewagt, 10 Minuten reinzutreten. Komme immer mehr zur Erkenntnis, dass diese Schmerzen nichts mehr mit dem Entzug zu tun haben, da ich schon vor einigen Monaten mal diese unspezifischen Probleme hatte. Werde ab heute abend wieder Schmerztabletten (Targin) nehmen, um hoffentlich so etwas trainieren zu können.

09.09.2018: Gestern habe ich die Probe aufs Exempel gemacht und mal mein "Trainingsprogramm" etwas ausgeweitet, u.a. auch mal eine Hantel in die Hand genommen, etc. Danach bin ich sogar noch über eine halbe Stunde spazieren gegangen, was bisher nicht möglich war. Bin abends noch relativ entspannt ins Bett und habe auch gut geschlafen.
Heute morgen bin ich dann mit einem Höllen-Muskelkater in den Tag gestartet, der alle anderen Probleme überdeckt. Damit werde ich wohl die nächste Zeit leben müssen in der Hoffnung, dass irgendwann mal "nur" der Muskelkater bleibt.

06.10.2018: Da alle Befunde negativ waren, hat mein Neurologe die Vermutung, dass es sich um chronische Schmerzen handelt, d.h. die Schmerzen haben sich verselbständigt und ein Schmerzgedächtnis gebildet. Seit ca. 2 Wochen mache ich jetzt eine sog. Botenstofftherapie, die bewirken soll, dass das Schmerzgedächtnis gelöscht wird. Dabei handelt es sich um einen längeren Prozess, bisher kann ich aber schon kleinere Besserungen wahrnehmen. Das ganze soll wellenförmig verlaufen, d.h. auf guten Phasen folgen wieder etwas schlechtere bis hoffentlich alles gut wird.
So kann ich jetzt schon ein etwas erweitertes Trainigsprogramm absolvieren und bin heute sogar auf der Rolle mal 20 Minuten Rad gefahren. Vor allem der Muskelaufbau geht doch etwas voran. Leider ist es z.Zt. aber  immer noch so, dass ich kleinere Reize wie z.B. einen normalen Muskelkater verstärkt als Schmerzen wahrnehme. Dies soll durch die angesprochene Therapie wieder in normale Bahnen zurück geführt werden, was allerdings bis zu einem halben Jahr wenn nicht noch länger dauern kann.
Trotzdem bin ich guter Dinge, dass ich bis Ende des Jahres zumindest eine deutliche Besserung spüren kann.

18.11.2018: Wie oben schon erwähnt, wurde es schrittschenweise doch etwas besser, d.h. die Therapie scheint anzuschlagen. Natürlich hatte das Leben aber noch einen Gag für mich bereit gehalten. Auf Grund der Erfahrungen mit der letzten Grippewelle haben wir uns auch impfen lassen, was ja eigentlich eine gute Sache ist. Scheinbar verträgt sich der Impfstoff nicht mit einem Medikament, das ich verwende aber wie auch immer, gefühlt bin ich wieder um 6 Wochen zurück geworfen, da auf einmal die Schmerzen wieder schlimmer wurden.
Soll aber lt. meinem Arzt kein Problem sein, wie immer die Emfpfehlung geduldig zu bleiben, wird sich alles zum Guten wenden, man weiss halt nicht genau wann.

14.12.2018: Bin jetzt dabei die Schmerzmedikamente auszuschleichen und werde ab morgen zum ersten Mal keines zu mir nehmen. Die bisherige Reduzierung von 300mg auf heute 25mg täglich hat zwar einige Entzugserscheinungen gebracht aber auch seltsamerweise meine Schmerzen nicht verschlimmert sonder eher wurde es damit besser. Gestern hatte ich einen Super-Tag ohne Schmerzen und nur einigen Entzugserscheinungen.
Somit also mal wieder ein Lichtblick kurz vor Weihnachten. Wäre schön, wenn es sich weiter entwickeln würde.

Somit hake ich mal das Jahr 2018 zumindest in Richtung Radfahren ab, und werde dann hoffentlich gestärkt aus dem ganzen ins nächste Jahr gehen. Wäre natürlich nicht unglücklich, wenn dies etwas eher passieren würde. Ihr werdets merken, wenn mal wieder Touren von mir erscheinen.

Bildergalerie Reha 2017/18

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