In Podersdorf am See

Im Juni 2011 haben wir uns an den Neusiedler See aufgemacht. Unser Lager haben wir in einer sehr schönen Ferienwohnung in Mönchhof, gelegen zwischen dem See und der ungarischen Grenze im sogenannten Seewinkel.

Radfahrern bietet sich die Möglichkeit über den Neusiedler See Radweg über ca. 135 Kilometer diesen zu umrunden, oder aber wie wir es angegangen sind, dies in einzelnen Etappen.

Die erste Etappe starteten wir von unserer Unterkunft über den Radweg in Richtung Frauenkirchen, das wir nach ca. 5 Kilometer erreichen. Von hier aus folgen wir dem ausgeschilderten Weg in Richtung Podersdorf am See, wo wir nach weiteren 10 Kilometern ankommen. An diesem Wochenende wehte ein kräftiger Wind aus Südost, womit wir auf den kommenden 10 Kilometern immer am See entlang dem Radweg B10 folgend, bis nach Illmitz zu kämpfen hatten.

Vor der Fahrradfähre

Von Illmitz aus fahren wir wieder den Wind ab jetzt im Rücken in Richtung Norden, wo wir  über die Kreisstrasse nach ca. 12Kilometern die Türme der Basilika von Frauenkirchen sehen. Gegenüber der Basilika im Alten Brauhaus haben wir dann die Kalorienspeicher wieder aufgeladen.

Danach führte der Weg noch für weitere 5 Kilometer bis zu unserer Wohnung. Grundsätzlich sind die Radwege mit jeder Menge Schilder ausgezeichnet, doch zeigen diese lediglich die Nummer des Weges an, selten aber in welche Richtung man fährt, bzw. wie der nächste Ort heisst. Dies wäre öfters mal ganz nützlich.

Eine zweite Tour führt uns von Mönchhof aus dem sog. Jubiläumsradweg folgend zunächst nach Gols und Weiden am See. Am  Ortseingang geht es rechts tatsächlich einmal den Berg hoch bis auf ein Plateau (Parndorfer Platte), wo unzählige Windräder eines Windparkes die Landschaft prägen.

Gastgarten Altes Brauhaus

Nach ca. 15 Kilometern erreichen wir den Ort Zurndorf. Von hier aus folgen wir der Landstrasse in Richtung Nickelsdorf. Nach ca. 2 Kilometern zweigt die Strasse in Richtung Möchhof ab. Nach weiteren 10 Kilometern sind wir dann am Ortseingang angekommen und nehmen aber noch einen kurzen Abstecher über den Weinwanderweg nach Gols, wo wir am Ortseingang im Restaurant Birkenhof Station gemacht haben und wirklich eine hervorragende Küche geniessen durften.

Nach insgesamt ca. 50 Kilometer erreichen wir dann wieder unser Zuhause das Haus Gerlinde in Mönchhof.

Bei unserer dritten Tour haben wir uns den sog. Hansag Radweg vorgenommen. Von Möchhof geht es über die Hauptstrasse zunächst bis nach Halbturn. Wir folgen der Strasse in Richtung Andau bis kurz hinter dem Ortsausgang von Halbturn der mit R22 ausgeschilderte Hansag Radweg in Richtung Süden beginnt.

An der Brücke von Andau

Über endlos scheinende Gemüsefelder geht es ziemlich stracks bis nach ca. insgesamt 25 Kilometer der Ort Andau erreicht wird. Von hier aus führt der Weg ca. 9 Kilometer nach Süden bis an die ungarische Grenze, die wir an der "Brücke von Andau" erreichen. Über diese Brücke hatten 1956 ca. 70000 Ungarn das Land verlassen. Wieder ca. 9 Kilometer Richtung Norden geht es nach Tarten.

Jetzt führ der Weg wieder in grober Richtung Nord bis zum nächsten Ort St. Andrä am Zicksee. Immer weiter dem Radweg folgen gehts bis zur Abzweigung zum Kulturradweg, der uns nach insgesamt ca. 70 Kilometern nach Frauenkirchen bringt, wo wir ein zweites Mal im Alten Brauhaus eingekehrt sind.

Natürlich haben diese Wege hier keine Steigungen aufzuweisen, doch durch den stets mit ca. 5 bft. wehenden Wind aus meist südöstlicher Richtung, hat man doch einiges zu treten.

Am historischen Kellerring in Breitenbrunn

Das beste und schönste aber auch das anstrengenste haben wir uns für den letzten Tag aufgehoben, den Kirschblütenradweg. Am Fusse des Leithagebirges verläuft dieser Radweg durch eine eindrucksvolle Landschaft. Ambitionierten Radlern bietet sich auf der für pannonische Verhältnisse anspruchsvollen Strecke ein herrlicher Rundblick über den Neudsiedler See bis weit in die ungarische Tiefebene. Zahlreiche Schautafeln informieren auf der insgesamt 43 Kilometer langen Strecke über kulturelle und landschaftliche Besonderheiten.

Überall: Der Winzerkönig

Von Jois aus, wo wir unser Auto geparkt hatten, führt der Weg immer über die sanften Hügel über die Ortschaften Winden, Breitenbrunn bis nach Donnerskirchen, von wo aus es dann über den Radweg immer am Seeufer entlang wieder zurück nach Norden geht. An diesem Tag hatten wir natürlich mal wieder starken Wind, diesmal aus nordwestlicher Richtung, was uns den Rückweg nicht einfach machte, obwohl es eigentlich immer nur eben dahin ging.

Die Tour geht vorbei an Weingärten und tausenden Kirschbäumen, die hier Mitte Juni schon mehr als voll hängen.

Hier gehts zur Slide-Show bei YouTube!


Größere Kartenansicht

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok